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Wiki - Japan - Gedenkmedaille für die Korea-Reise des Kronprinzen

Einführung

Die Gedenkmedaille der Korea-Reise des Kronprinzen (明治四十年十月大日本国皇太子渡韓記章) wurde am 27. März 1909 per kaiserlichem Edikt eingeführt, um den Besuch von Kronprinz Yoshihito (später Kaiser Taishō) im Oktober 1907 in Korea zu würdigen.

Historischer Kontext

Am 16. Oktober 1907 transportierte das Schlachtschiff Katori den Kronprinzen nach Incheon, China, wo er fünf Tage verweilte. Die Medaille wurde an Beamte und Teilnehmer dieser diplomatischen Reise vergeben, gemäß dem kaiserlichen Edikt Nr. 42 von März 1909 .

Beschreibung

Vorderseite

Zeigt zwei gekreuzte Sandelholz-Zweige—Symbol Koreas—über dem japanischen kaiserlichen Chrysanthemen-Emblem.

Rückseite

Vertikale japanische Inschrift:

大日本国皇太子   渡韓記念章   明治四十年十月

(„Kronprinz der Großen Nation Japan • Gedenkmedaille der Korea-Reise • Oktober Meiji 40 [1907]“)

Band

Seidenband, 37 mm breit, mit einem 16 mm breiten dunkelblauen Mittelstreifen, flankiert von 9,5 mm breiten gelben Streifen und 1 mm breiten blauen Rändern—symbolisch für Königtum (Gelb) und Autorität oder maritime Verbindung (Blau).

Etui

Schwarzes lackiertes Holzetui mit rotem Innenfutter, nach japanischer kaiserlicher Tradition.

Medalla conmemorativa del viaje a Corea del Príncipe Heredero
Medalla conmemorativa del viaje a Corea del Príncipe Heredero
Medalla conmemorativa del viaje a Corea del Príncipe Heredero

Symbolische Bedeutung

  • Imperiale Diplomatie: Verdeutlicht Japans Vormachtstellung gegenüber Korea vor der Annexion 1910.

  • Nationale Identität: Chrysantheme und Sandelholz symbolisieren symbolische Einheit unter japanischer Dominanz.

  • Koloniale Dokumentation: Dient als materielles Zeugnis japanischer Einflussnahme im prä-annexionistischen Korea.

Fazit

Die Gedenkmedaille der Korea-Reise des Kronprinzen ist ein materielles Zeugnis des japanischen Imperialismus in der Meiji-Zeit. Ihr Design—reich an Symbolik, kostbaren Metallen, kaiserlichen Emblemen und einem charakteristischen gelb-blauen Band—unterscheidet sie von anderen Auszeichnungen und bietet wertvolle Einblicke für Fachleute der Faleristik und der kolonialen Geschichte Ostasiens.